18/19

Yeah, Leechas!

c-rash.c-ras-h.cr-ash ... ash.ash.ashEin super Yeah war das! Stellvertretend hier die Episode mit den Movies auf der HDD.

Doch eins nach dem anderen, denn sonst geht die Story nicht auf. Also: der vorsichtige Computernutzer legt sicherheitshalber von Zeit zu Zeit Sicherungskopien an von allem Möglichen. Vor allem von der eignen Arbeit sollte man Backups anfertigen. Also dachte auch ich, als eine 2-TB große Festplatte im Server wackelig wurde. Die Daten auf dieser Festplatte und einer zweiten, gleichgroßen, enthielten nichts als Spielfilme. Kein Grund zur Sorge. Selbst eine Datenbank von zweitausend Filmen ist kein großer Verlust, denn irgendwann hat man alles schon zwei Mal gesehen und überhaupts ist ja alles im Netz. Doch bei dieser Gelegenheit stellte sich heraus, dass ein Linux-Server anfällig ist für korrupte Festplatten. Zumindest, wenn man sie per fstab in eine /home - Partition einbinden lässt, die von der Systempartition gesondert auf einem physisch getrennten Laufwerk liegt.

Für den interessierten Laien (ich verstehe mich als desinteressierten Laien) hier ein anschauliches Bild: Man hat zwei (2x2TB) große Kühltruhen (Festplatten sdb1 und sdb2) mit eingefrorenen Torten (Filme.mp4) im Keller stehen. Dazu hat man in der Küche eine Gefrierschrank / Kühlschrank-Kombination (Festplatte mit Systempartition sda1 und Datenpartition sda3). Wenn man eine Torte (Film.mp4) aus dem Kühlschrank (Festplatte) in den (Arbeitspeicher) Mundwerk laden will, öffnet man den Kühlschrank und findet dort einen Zettel (Verweis) zum Gefrierschrank:
➡︎ Torte im Gefrierschrank.
Im Gefrierschrank (Datenpartition sda3) liegt allerdings heute auch ein Zettel, auf dem steht:
➡︎ LEER - Torte aus dem Keller holen.

Wenn jemand richtig vorsichtig ist, legt er nämlich von Zeit zu Zeit eine Kopie des Kühlschrankes (kompletter Inhalt) in eine der Tiefkühltruhen im Keller. Naja, und manche sind eben vorsichtig genug, eine Kopie vom ganzen Kühlschrank komplett mit Inhalt in der Tiefkühltruhe zu verstauen, denn dann hat man auch noch einen Kühlschrank in Reserve, falls die Einheit aus der Küche mal den Geist aufgibt.

Sobald also jetzt dieser Jemand sein System rauffährt (Sonntags morgens aufsteht und gleich ne Torte will), dann guckt er im Kühlschrank nach, folgt dem ➡︎ Link zum Gefrierschrank, folgt dem ➡︎ Link zur Kühltruhe, findet darin einen Kühlschrank, in dem ein Zettel liegt, der auf den ➡︎ Gefrierschrank verlinkt, der auf die ➡︎ Kühltruhe verweist, in der der Kühlschrank liegt, der einen Zet...tel.Zettel.Zettel.verzettettelt

Sowas passiert, wenn man dd (diskdump: Tortenschieber) unter Linux verwendet, um komplette Festplatten auf komplette Festplatten zu sichern. Das BIOS (Langschläfer vom Sonntag) macht schlapp. Genau gesagt, war da noch ein Raid-Adapter im Spiel, aber das führt hier zu weit. Letztendlich fuhr sich der Computer von einem Spiegelbild hoch und band das eigene Spiegelbild in seinen Verzeichnisbaum ein wie ein Spiegel, der sich im Spiegel spiegelt oder ein Mikrofon, das vor dem eigenen Lautsprecher steht. Und dann fing der Tontechniker mit dem Tortenhunger zu reparieren an. So gehen Stunden ins Land und 4 TB an Daten verloren.

Was ich nicht wusste: es gibt nahezu keinen legalen Weg, um das Problem mit Bordmitteln zu beheben. Am Ende steht der Crash aller (!!) beteiligten Laufwerke, denn der Computer unterscheidet bei seinen Reparaturversuchen (testdisk) nicht mehr zwischen Abbild (löschen.löschen.löschen) und Urbild (system). Und das schon beim Hochfahren, wenn man am Monitor nur Hieroglyphen [error]
[error]
[error]
[t-error]
sieht.

Das Problem konnte ich zum Jahreswechsel fachmännisch lösen. Beide Kühltruhen iin die Mülltonne leeren, sauberwischen und keine Torten mehr einfrieren. Jetzt läuft der Kühlschrank wieder und es liegt ein Zettel drin: ➡︎ KEINE Torte Heute.