ALLöF WIRD GUT - die einfachen Dinge des Lebens

Wochenende. Es dauert, bis es soweit ist, dass Reden, Blättern und Nicht Zuhören ein versöhnliches Ende finden. Sie erreicht es und blättert, wahrscheinlich, um mir den Umfang meiner Akte zu demonstrieren, dann wieder zurück. Ganz vorne in ihrem Papierstapel findet Hana Kattrin nach angestrengter Suche (wahrscheinlich nach dem Lieferschein für einen Sack mit illegalen Handys), meinen Mitgliedsausweis im hiesigen Countryclub mit Unterschrift unter der Verzichtsurkunde für anwaltlichen Beistand. Das lenkt von der Eingangsfrage ab. Die wir beide zu diesem Zeitpunkt schon vergessen haben.

Das Dokument: Trotz erheblicher Promille hatte ich mich für überaus clever gehalten, als ich mich in der Nacht weigerte, die angebliche Formsache zu unterzeichnen, die mein Verfahren beschleunigen hilft. Ich sei Safi Raid, schuldig, leiste keinen Widerstand und verzichte kooperativ auf alle überflüssigen Bürgerrechte. Sowas in der Art. ALLöF WIRD GUT ...
... auch das mit den Zähnen:

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Stellvertretend hatte offenbar jemand anders den Vertrag signiert, was solange vorläufige Rechtsgültigkeit hat, bis meine Identität festgestellt wurde. Hana klärt mich auf, dass auch dieser Vorgang anfechtbar sei. Schließlich, und da muss ich ihr Recht geben, wäre mein Anwalt ja schon da.
Es sind die einfachen Dinge des Lebens, die zählen. Da sein. Man muss nicht viel reden. Und vor allem nichts tun. Und davon ist offensichtlich schon eine Menge geschehen. Wenn offizielle Stellen nichts tun, sammelt sich wie Staub in der Wohnung eines Untätigen Papier in Akten an. Auf dem Kopf kann ich erkennen, dass es in meinem Dossier für Staatsangehörigkeit, Religion, Beruf und Vorstrafen Rubriken gibt, die schwungvoll mit schwarzer Kulitinte verbunden und durch ›unbekannt‹ gekennzeichnet sind. Vielleicht sogar in Hanas Handschrift. Der Ausdruck meiner Fingerprints ist so hingesaut, man könnte ihn für ein Ultraschallbild des Beckenbodens halten. Mein Foto hat mit mir soviel Ähnlichkeit wie ein biometrisches Ölgemälde von Vincent van Gogh. Und überall dieser vermaledeite Name.
Das eigentliche Problem des Wochenendes scheint demnach nicht ein Kofferraum voller Hehlerware zu sein, ...

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